Gunjah spielt 1994 das erste Mal in seinem Leben im legendären Base in Dresden. Der erste Auftritt ist der erste Schritt in die Abhängigkeit. Techno wird die große Liebe. Drei Jahre später darf er auch im legendären Berliner E-Werk spielen. Berlin ist begeistert und eröffnet ihm die Möglichkeit, sein Können bis zur ersten eigenen Platte zu entwickeln. 2003 kommt die erste Gunjah auf „1st. Decade Records – Funkwelt EP”. Im nächsten Jahr steht Gunjahs „Black Quartett“ auf Armut24 zum Verkauf und in den meisten Plattentaschen. Nicht nur Berlin wird bespielt. National wie international folgen zahlreiche Engagements. In Dresden, was immer noch die Geburtsstadt seines Lebens und Schaffens ist, gibt es bald diverse Club- und Veranstaltungsreihen unter seiner Regie, mit brachialem Ausmaß. Den Anfang macht das Tweakers. Aus dem Tweakers wird die Showboxx (bis heute), dazwischen ist die Studio 43-Ära anzusiedeln und 2001 beginnt die große Zeit der Funkwelt, eine gefeierte Institution für elektronische Feingeister.

Und heute? Gunjah hat sich umgeschaut und nach Seines Gleichen gesucht. Mit Sandkastenkumpel Lexy (Niconé) wütet das Duo Møenster von Gig zu Gig, End of Tape etablierte er zusammen mit Stachy von Hofuku Sochi als Qualitätsgarant für feinsinnig produzierten Techno. Mit der Band Northern Lite besteht seit jeher eine besondere Verbindung, die sich im Booking für die Band und in dem Projekt „Northern Lite DJ-Team“ niedergeschlagen hat. Die Showboxx geht nun in das 15. Jahr und hat ein erfolgreiches Kind mit all den DJs gezeugt, die sie schon besucht haben: Das Click Clack ist an einem Sonntag im Sommer 2009 aus dem unbezwungenen Tatendrang geboren, Techno in Dresden eine würdige Bühne zu geben. All das hält nur einer in der Hand, der durch kontinuierliches Wollen, alle seine Projekte mit Struktur, Niveau und Funktionalität versorgt hat. Gunjah!

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